Technische Daten

Anlagetechnik

1. Ausbaustufe

  • 4 MW Kesselanlage (Hackgut) inkl. Rauchgaskondensation und E-Filter
  • 6 MW Spitzenlast Ausfallreserve Kessel (Heizöl)
  • 160 – 200 m² Pufferspeicher
  • Power to Heat Anlage mit bis zu 5 MW Durchlauferhitzer und jeweils 20 Schaltstufen je 250 kW

2. Ausbaustufe

  • 4 MW Kesselanlage (Hackgut) inkl. Rauchgaskondensation und E-Filter
  • 6 MW Spitzenlast Ausfallreserve Kessel (Heizöl)
  • 160 – 200 m³ Pufferspeicher
  • Power to Heat Anlage mit bis zu 5 MW Durchlauferhitzer und jeweils 20 Schaltstufen je 250 kW
  • 2 – 4 MW Kesselanlage (Hackgut) inkl. Rauchgaskondensation und E-Filter (je nach Netzausbau)

Wärmemenge, CO₂-Einsparung, Brennstoffbedarf

Im ersten Ausbauschritt muss eine vertragliche Wärmemenge von 10,533 GWh/a gesichert sein. Dies entspricht einer Substitution von rund 1.500.000 Litern Heizöl pro Jahr und eine CO₂-Einsparung von 4.580t. Für diese Wärmemenge sind pro Jahr 18.500 srm Hackschnitzel notwendig.

Wirtschaftlichkeit

Die Investitionskosten für dieses Projekt liegen in der ersten Ausbaustufe bei rund 10 Mio € und werden mit 35% von der Umweltförderung gefördert. Der Wärmepreis, Messpreis sowie die Anschlussgebühren sind im Wärmeliefervertrag ersichtlich.

Rauchgasreinigung

Die Rauchgasreinigung erfolgt 2-stufig: zur Staubvorabscheidung wird ein Multizyklon vorgesehen, die weitere Entstaubung erfolgt in einem Elektrofilter für die Kesselanlagen.

Power to Heat Anlage

Die Power to Heat Anlage wird mit bis zu 5 MW Durchlauferhitzer mit 20 Schaltstufen je 250 kW ausgeführt. Diese Anlage wird vorwiegend für die Sommerlast und gelegentlich auch als Regelorgan im Stromnetz verwendet.

Wärmenetz

Die Installation des Fernwärmenetzes vom Heizwerk bis zu den einzelnen Verbrauchern erfolgt mit vorisolierten Fernleitunggsrohren im Verbundsystem für direkte Erdverlegung, bestehend aus einem geschweißten Stahlrohr und einem nahtlos extrudierten PE-LD Mantelrohr. Die dazwischenliegenden, werksseitig aufgebrachte Wärmedämmung besteht aus Polyurethan-Hartschaum. Die Verlegetiefe beträgt mindestens 0,8 m.

Die Strömungsgeschwindigkeit in den Hauptsträngen liegt bei etwa 0,8 bis 2,5 m/s. Die Vortlauftemperatur beträgt maximal 100 °C, die Rücklauftemperatur ca. 50 °C. Die Fernwärmeleitungen sind auf einen Druck von maximal 25 bar ausgelegt.

Das gesamte Fernleitungsnetz wird mit einem Lecküberwachungssytem ausgestattet, das eine schnelle und sichere Ortung von undichten Stellen im Netz ermöglicht. 

Am Projekt beteiligte Firmen